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Los geht's

Öl-PV-Hybridsystem

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Überblick (objektübergreifend)

Von den deutschlandweit etwa 41 Millionen beheizten Wohneinheiten werden rund drei Viertel durch Erdgas oder Heizöl mit Wärme versorgt. Bei der Stromversorgung der Gebäude lag der nicht erneuerbare Anteil im Jahr 2018 durchschnittlich bei rund 60 Prozent. Für das Erreichen der Klimaziele für 2030 und 2050 ist diese Ausgangssituation eine besondere Herausforderung, denn eine vollständige Umstellung auf erneuerbare Energieträger ist kurz- und mittelfristig weder bei der Strom- noch bei der Wärmeversorgung realisierbar. Nur circa ein Drittel aller Heizungsanlagen ist derzeit auf dem aktuellen technischen Stand und nur knapp 12 Prozent der Haushalte produzieren selbst grünen Strom. Wie sich diese Herausforderung meistern lässt, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.
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Der Einsatz moderner Effizienztechniken und die Kombination klassischer und erneuerbarer Energien sind konkrete Optionen, um den Treibhausgasausstoß bei der Strom- und Wärmeversorgung gerade von Ein- und Zweifamilienhäusern schnell, nachhaltig und bezahlbar zu senken.

Hybridsysteme sind ein maßgebliches Konzept zur Energieversorgung von Gebäuden: Sie verteilen die Energieversorgung auf mindestens zwei Säulen und verbinden die Effizienz moderner Brennwerttechnik mit den Vorteilen regenerativer Energienutzung. Die Kombination effizienter Öl-Brennwertgeräte mit Photovoltaik (PV)-Anlagen zur Solarstromerzeugung bietet hier vielversprechende Möglichkeiten. Das zeigen Berechnungen des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) auf Basis aktueller Modellvorhaben.
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Selbstproduzierter Solarstrom reduziert nicht nur Strombezugskosten und Treibhausgasemissionen: Durch den Einbau eines Warmwasserspeichers mit integrierter Wärmepumpe können Öl-Brennwertgeräte vergleichsweise leicht zu Power-to-Heat-fähigen Hybridheizungen erweitert werden. Hierdurch können sie ansonsten ins Netz eingespeiste Solarstrommengen zur Wärmeversorgung nutzen.

Um Kosten und Treibhausgasminderungen verschiedener Systeme vergleichen zu können, ist es erforderlich, neben der Wärme- auch die gesamte Stromversorgung eines Hauses zu betrachten.
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Mit einer eigenen Photovoltaikanlage kann man einen Teil des im Haus benötigten Stroms selbst erzeugen.

70 bis 80 Prozent des jährlichen Solarertrags fallen in Deutschland im Sommerhalbjahr an. In dieser Zeit übersteigt die eigene Solarstromproduktion häufig den Strombedarf des Gebäudes. Wer seine Heizung zum Hybridsystem erweitert, kann die Solarstromüberschüsse auch zur Wärmeerzeugung nutzen. Da im Sommerhalbjahr vor allem Wärme für die die Trinkwassererwärmung benötigt wird, bieten sich hiefür spezielle Warmwasserspeicher an, die nicht nur vom Ölgerät (Marktüberblick Brennwertgeräte) sondern auch über eine integrierte solarstrombetriebene Wärmepumpe mit Wärme versorgt werden können. Solche Warmwasserspeicher werden auch als Warmwasser-Wärmepumpe bezeichnet. Produktbeispiele:

Buderus Logatherm WPT270.3
MHG VT3131 Warmwasser-Wärmepumpe
Rotex HPDU monobloc 260 Biv Warmwasser-Wärmepumpe
Vaillant aroSTOR VWL BM 290/4 Warmwasserwärmepumpe
Viessmann Vitocal 262-A Warmwasser-Wärmepumpe
Weishaupt Trinkwasser-Wärmepumpe WWP T
Wolf Warmwasser-Wärmepumpe SWP

Sofern die im Warmwasserpeicher integrierte Wärmepumpe nicht bereits selbst über eine solarstromüberschussbasierte Ansteuerung verfügt, können dafür universale Ansteuerungen genutzt werden:
Sunny Home Manager
Solar-Log & Smart Plug / Smart Relais





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Wie Messergebnisse aus verschiedenen IWO-Modellvorhaben mit Öl-PV-Hybridsystemen in Ein- und Zweifamilienhäusern zeigen, kann die im Haus genutzte Solarstrommenge im Schnitt von 1.589 auf 2.485 kWh/Jahr erhöht werden.

Der Solarstrom-Eigenverbrauchsanteil, das heißt der im Haus genutzte Anteil des selbstproduzierten Solarstroms, wird so durchschnittlich von 27 auf 42 Prozent gesteigert.

Die Netzeinspeisung von Solarstrom wird von 4.281 auf 3.384 kWh reduziert.

Hinweis zum Diagramm:
Durch einen Klick auf einen der vier Reiter oberhalb des Tortendiagramms kann ausgewählt werden, was im Diagramm dargestellt wird.
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Hybridheizungen, die in der Lage sind, sowohl erneuerbaren Strom als auch Heizöl als Wärmequelle zu nutzen, können ihre Stromnachfrage optimal und vollflexibel an die jeweiligen Verhältnisse auf der Stromseite anpassen – automatisch und ohne jegliche Komforteinschränkungen bei den Hausbesitzern. Anders als etwa reine Elektroheizungen benötigen sie keine zusätzlichen Reservekraftwerke, die mit entsprechendem Kostenaufwand jederzeit bereitgehalten werden müssten.

Öl-PV-Hybridsysteme setzen den selbsterzeugten Solarstrom ökonomisch vorteilhaft zur Verringerung des Strombezugs ein. Das heißt, nur ansonsten ins Netz eingespeiste Solarstrommengen werden für die Wärmeversorgung herangezogen. Wenn im Winter die PV-Stromerzeugung nicht zur Wärmeversorgung ausreicht, kann diese Zeit problemlos überbrückt werden, ohne dass dafür ein externer Strombezug nötig ist.
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